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Der Schriftsteller Thomas Meyer lebt mit ADHS – und spricht darüber. Im neuen Podcast «Kopfsache?» trifft er Fachpersonen der PUK Zürich und fragt nach: Was steckt hinter einer Diagnose, die so viel erklärt und doch so oft übersehen wird?

Bild - Lead

Thomas Meyer ist Schriftsteller, Lehrer und Vater. Und er hat ADHS. Lange wusste er nicht, warum er Dinge bis zum letzten Moment aufschiebt, sich ständig für Neues begeistert – und gleichzeitig an scheinbar einfachen Aufgaben scheitert. Die Diagnose kam spät, wie bei vielen Betroffenen. Doch sie veränderte seinen Blick auf das eigene Leben.

Im neuen Podcast «Kopfsache? ADHS betrifft mehr als nur die Psyche» macht sich Thomas Meyer auf die Suche nach Antworten. In fünf Episoden spricht er mit Fachpersonen der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich und darüber hinaus – offen, persönlich und nah an den Fragen, die sich viele Betroffene stellen.

Was die Episoden beleuchten

Den Auftakt macht ein Gespräch mit Prof. Dr. Susanne Walitza, Direktorin der Kinder- und Jugendpsychiatrie an der PUK Zürich und eine der profiliertesten Stimmen zu ADHS im deutschsprachigen Raum. Es geht um die Grundlagen: Was ist ADHS eigentlich – und warum bestimmt diese Diagnose so viel davon, wie ein Leben verläuft?

Bild 1 - Prof. Dr. Susanne Walitza

In der zweiten Episode trifft Thomas Meyer auf Ana Buadze, Leitende Ärztin der Spezialambulanz ADHS Erwachsene an der PUK Zürich. Im Zentrum steht eine Frage, die lange zu wenig Beachtung fand: Warum wird ADHS bei Frauen so oft übersehen? Viele Frauen spüren über Jahre, dass etwas nicht stimmt, und erhalten trotzdem die falschen Erklärungen – zu sensibel, zu erschöpft, zu perfektionistisch. Erst nach Jahren der Fehldiagnosen kommt die richtige Antwort.

Bild 2 - Ana Buadze

Die dritte Episode widmet sich dem Zusammenspiel von ADHS und psychischen Begleiterkrankungen. Im Gespräch mit Prof. Dr. Erich Seifritz, Direktor der Erwachsenenpsychiatrie und Psychotherapie an der PUK Zürich, wird deutlich: ADHS tritt im Erwachsenenalter selten allein auf. Viele Betroffene kämpfen gleichzeitig mit Depressionen, Angststörungen oder Suchtproblemen – oft ohne zu wissen, wie eng diese Erfahrungen miteinander zusammenhängen.

Bild 3 - Prof. Dr. Erich Seifritz

Genau diesen Zusammenhang vertieft die vierte Folge. Thomas Maier, Ärztlicher Leiter der Forel-Klinik, erklärt, warum Sucht bei ADHS selten Zufall ist. Für viele Betroffene wird Alkohol, Cannabis oder Nikotin zum Versuch, innere Unruhe, Leere oder Überforderung selbst zu regulieren. Der Weg zur Substanz ist oft kurz.

Bild 4 - Thomas Maier

Die letzte Episode geht dorthin, wo viele nicht hinschauen wollen: in den Bereich der forensischen Psychiatrie. Im Gespräch mit Prof. Dr. Elmar Habermeyer, Direktor der Forensischen Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. Volker Schmidt, Chefarzt der Kinder- und Jugendforensik – beide an der PUK Zürich tätig –, wird sichtbar, dass Menschen mit ADHS im Strafsystem deutlich übervertreten sind. Impulsiv handeln, eskalieren, anecken: Der Podcast fragt, was dorthin führt – und was wieder hinausführen kann.

Bild 5 - Prof. Dr. Elmar Habermeyer

Ein Podcast, der Fragen stellt statt Ratschläge gibt

Was diese Podcast-Reihe besonders macht, ist der Blick des Moderators selbst. Thomas Meyer erzählt zwischendurch auch von seinem eigenen Alltag – davon, wie er ADHS an seinen Sohn weitergegeben hat und wie er als Lehrer Verhaltensweisen erkennt, die ihm selbst nur allzu vertraut sind. Er stellt die Fragen nicht als Journalist, sondern als Betroffener, der gemeinsam mit den Zuhörerinnen und Zuhörern dazulernt.

«Kopfsache? ADHS betrifft mehr als nur die Psyche» ist überall dort verfügbar, wo es Podcasts gibt.

Spotify: https://open.spotify.com/show/033d9MrogTz2csQDhKq9Ci?si=6844569952704fa1
Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/ch/podcast/kopfsache-adhs-betrifft-mehr-als-nur-die-psyche/id1896487614

Dieser Wissenspodcast ist dank der Zusammenarbeit mit der Takeda Pharma AG und der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich möglich. Moderation: Thomas Meyer. Eine Produktion von FatzerImbach AG.

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