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Für manche Menschen wirken herkömmliche Behandlungen nicht ausreichend. Deshalb bietet die PUK Zürich neu ein ambulantes Gruppensetting an, in dem Patientinnen und Patienten mit einer ärztlichen Bewilligung psychedelikaassistierte Therapien unter sorgfältiger Vorbereitung und enger professioneller Begleitung durchlaufen können.

Text: Susanne Prinz
Bilder: Roland Koch

Psychedelika-assistierte Therapien (PAT) kommen immer häufiger bei psychischen Erkrankungen zum Einsatz, bei denen herkömmliche Ansätze an ihre Grenzen stossen. Daher hat die PUK ein flexibles ambulantes Setting entwickelt, das die Gruppentherapieelemente stärker betont. Im Mai 2025 konnten wir am neuen Standort „im Quadro“ in Zürich-Oerlikon erstmals mit einem ambulanten Modell starten, das die Vorteile verschiedener Settings miteinander vereint.

Patientinnen und Patienten, für die eine befristete Bewilligung für eine medizinische Anwendung von Psilocybin oder MDMA durch das Bundesamt für Gesundheit vorliegt, nehmen in kleinen Gruppen an gemeinsamen Vorbereitungssitzungen teil. Diese Gruppen werden von den Therapeutinnen und Therapeuten geleitet, die später auch die Substanzsitzung begleiten – ein Aspekt, der Vertrauen und Kontinuität stärkt.

Die Gruppensitzungen bieten Raum für psychoedukative Inhalte, die Klärung von Intentionen sowie den Austausch mit anderen, was häufig als stabilisierend, normalisierend und verbindend erlebt wird. Parallel finden individuell zugeschnittene Einzelsitzungen statt, in denen persönliche Themen vertieft und mögliche Ängste oder Erwartungen besprochen werden. Am Substanztag selbst besteht nach dem gemeinsamen Beginn mit Achtsamkeit, Imagination und Intentionsfokus am Morgen die Möglichkeit sich in halboffenen Kojen der individuellen Erfahrung hinzugeben. Hier sind die Therapeutinnen du Therapeuten präsent und ansprechbar für eine 1:1-Begleitung bei Bedarf.

Diese Balance zwischen individuellem Raum und Verbundenheit wird von den Teilnehmenden als wertvoll erlebt. Der Abschluss des Tages erfolgt erneut in der Gruppe mit einem gemeinsamen Ausklang und Übergang in die Integrationsphase. In den Tagen und Wochen danach folgen mehrere Gruppen- und Einzel-Integrationssitzungen. Die Integration dient der Einbettung und Reflexion der erlebten Prozesse, dem Transfer in den Alltag und der nachhaltigen Verarbeitung der Erfahrungen – Aspekte, die in der Forschung als essenziell für den therapeutischen Erfolg gelten.

Ein niederschwelliges, sehr geschätztes zusätzliches Angebot zur weiteren Vertiefung ist die monatliche offene Integrationsgruppe, in der Patientinnen und Patienten mit verschiedenen PAT-Erfahrungen sich austauschen und an ihrer persönlichen Integration weiterarbeiten können.

Erste positive Erfahrungen

Aktuell sind monatlich stattfindende Behandlungszyklen geplant. Nach der Premiere im Mai fanden im Juni und Juli weitere Sitzungen statt; Zyklen für Ende August und September sind bereits geplant. Die Erfahrungen aus den ersten Durchgängen sind ermutigend: Die Patientinnen und Patienten nahmen das neue Setting bisher positiv an und berichteten von einem hohen Mass an Sicherheit, Vertrauen und innerer Tiefe.

Die Gestaltung des Ablaufs und des Settings wird regelmässig von uns evaluiert und an neue Erkenntnisse angepasst. Dabei wird das Feedback der Patientinnen und Patienten systematisch erhoben. Wir sind gespannt, was wir dabei lernen und wie sich das Programm entsprechend weiterentwickelt. Besonderen Wert legen wir auch auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Ein weiteres besonderes Merkmal des neuen Standorts ist die Möglichkeit zur Teilnahme an begleitenden tagesklinischen Gruppen, etwa zu Achtsamkeit, Selbstmitgefühl und Ressourcenförderung – eine mögliche Ergänzung zu den eigentlichen PAT-Sitzungen, die das langfristige therapeutische Arbeiten unterstützt. Nach unserem Kenntnisstand sind wir damit derzeit die erste Institution in der Schweiz, die Psilocybin- und MDMA-augmentierte Therapie im ambulanten Setting um eine begleitende tagesklinische Option ergänzt.

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Das PAT-Team im Quadro (v.l.): Sandra Wistuba (PAT-Assistenzärztin), Dr. phil. Helena Aicher (Psychologin, PAT-Expertin), Dr. med. Susanne Prinz, M.Sc. (Leitung ambulante Angebote ZDAP), Dr. med. Johannes Jungwirth (Leiter Second-Opinion-Sprechstunde), Eliane Strickler (Leitung Fachpflege für funktionelle neurologische Störungen, PAT-Begleiterin) und Isabel Scharrer (PAT-Assistenzärztin). Nicht im Bild: Prof. Dr. med. Sebastian OIbrich (Chefarzt ZDAP).

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